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Fast jede Frau und viele Männer haben in ihrem Leben mindestens eine Diät hinter sich gebracht, in den meisten Fällen leider mit wenig oder nur kurzem Erfolg. Dies liegt oft daran, dass sich Diätwillige zu hohe und unrealistische Ziele setzen und daran, dass die meisten Diäten nicht für eine dauerhafte Gewichtsreduzierung gedacht sind, sondern lediglich kurze Erfolge zeigen, bevor dann der Jo-Jo-Effekt einsetzt. Mit dem Jo-Jo-Effekt ist auch ein gesundheitsschädlicher Aspekt von Diäten verbunden, denn der Jo-Jo-Effekt bezeichnet die Gewichtszunahme nach einer Diät, wobei meist das Gewicht vor der Diät noch überschritten wird. Dies ist meist schon schlimm genug, hinzu kommt aber, dass der Körper bei solchen Diäten meist einseitig ernährt wird. Daher kommt es zu Mangelzuständen, die der Körper zwar leicht verkraftet, wenn sie nicht allzu lange andauern, die aber dauerhafte Schäden hinterlassen können, wenn dieser Zustand zu lange andauert. Diäten, bei denen auf wichtige Nahrungsgruppen völlig verzichtet wird, sollten daher in jedem Fall vermieden werden, denn die Gefahren für den Körper können nicht eingeschätzt werden. Folgen der Mangelerscheinungen zeigen sich auch nicht immer sofort, sondern können erst nach einer gewissen Zeit auftreten, auch, wenn der Organismus schon wieder normal versorgt wird.
Andere Gefahren von Diäten zeigen sich in den zunehmend verbreiteten Essstörungen. Diäten sind zwar meist nicht die Ursache für Essstörungen, allerdings können sie sie auslösen. Magersucht beginnt oft mit einer ganz harmlosen Diät, allerdings schaffen es die Betroffenen nicht mehr mit dem Hungern aufzuhören, weil sie jegliches Körpergefühl und Einschätzungsvermögen für ihren Körper verloren haben. Auch Fettsucht und Bulimie nehmen ihren Anfang oft mit extremen Diäten. Der Körper ist dann aber irgendwann so ausgehungert, dass er mit Heißhungerattacken reagiert und die Betroffenen fressen Unmengen an Lebensmitteln in sich hinein. Im Falle von Bulimiekranken, wird das Essen nach der Fressattacke wieder künstlich abgeführt, meistens indem man ein Erbrechen herbeiführt. Wird dies über längere Zeit betrieben, wird der Körper in großem Maße strapaziert. Schädigungen an der Speiseröhre, Mangelerscheinungen und Organprobleme sind hier nur die Spitze des Eisberges.